Historie und Herkunft

Die Reise des Emmers

Als eine der ältesten kultivierten Getreidearten ist Emmer vor mehreren Tausend Jahren entstanden. Seine Heimat ist der Vordere Orient. Spontane Veränderungen in der Natur sind der Grund für die Entwicklung des Urkorns – ein Grundstein für unsere heutigen Kulturgetreidearten.

 

Aus dem Orient nach Deutschland

Frühe Funde von Emmer führen nach Mesopotamien und Ägypten. Zur Kultivierung des Getreides kam es nur, weil die Jäger und Sammler in der Jungsteinzeit als Bauern sesshaft wurden. Forscher gehen von zwei möglichen Gründen für dieses Verhalten aus:

  1. Eine Partei nimmt an, dass die Menschen die Ertragsleistung steigern wollten.
  2. Andere Forscher verweisen darauf, dass den Menschen zur damaligen Zeit nichts anderes übrig blieb, als Ackerbau zu betreiben, da die Jagdtiere aufgrund des Klimawandels allmählich ausstarben.

Die neue Lebensweise setzte sich in Mitteleuropa endgültig seit etwa 5.500 v.Chr. durch. Der Anbau dehnte sich am Nil entlang bis nach Nordafrika aus und verbreitete sich dann in Europa. Ein anderer Weg führte von Vorderasien über die Balkanhalbinsel längs der Donau nach Mitteleuropa.

 

Wiederentdecktes Getreide

Nachdem Emmer zeitweise verdrängt wurde, erlebt dieses Urkorn heute eine Renaissance und sichert sich wieder einen Platz in unserer Ernährung – auch da er unempfindlicher gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall ist sowie durch einen geringen Nährstoffbedarf anspruchslos im Anbau.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Emmer um ein Spelzgetreide handelt, ist ein natürlicher Schutz des Korns gegeben, der wiederum einen geringeren Einsatz von Spritzmitteln bedingt. Mit dem Anbau dieses Urgetreides kommen Landwirte demnach den Wünschen vieler Konsumenten nach, die verstärkt auf eine nachhaltige Produktion, Umweltschutz und die Ursprünglichkeit von Lebensmitteln Wert legen.

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Emmer Urkorn