Was sind Urgetreide?

In der Geschichte der Ernährung ist Getreide schon immer ein wichtiger Bestandteil. Die ursprünglichen Getreidesorten kennt man auch unter den Begriffen „Urkorn“ und „Urgetreide“. Ihr Ursprung reicht bis in die Zeit zwischen 10.000 und 8.000 v.Chr. zurück. Spontane Veränderungen in der Natur führten zur Entwicklung der alten Getreidesorten. Sie gehören somit zu den ältesten kultivierten Getreidesorten unserer Erde. Unsere Vorfahren begannen diese Urgetreide anzubauen, als sie sesshaft wurden und nahmen die Urgetreide als einen festen Bestandteil in ihre Ernährung auf. Auf diese Weise breitete sich auch das Anbaugebiet des Emmers zunächst immer weiter aus.

 

Urgetreide erleben eine Renaissance

Die Verarbeitung der Getreide zahlte sich in der Vergangenheit nicht aus. Speziell im Falle des Emmers, bei dem es sich wie auch bei Dinkel, Hafer oder Gerste um ein sogenanntes Spelzgetreide handelt, muss zunächst die Spelze entfernt werden, ehe der Emmer zu Mehl vermahlen werden kann. Die aufwendige Verarbeitung und ein vergleichsweise geringer Ertrag sind die Gründe dafür, dass die Urgetreide nach und nach verdrängt wurden. Sie machten Platz für die heute bekannten Getreidearten wie Weizen oder Roggen, die den Getreideanbau dominieren.

Fast in Vergessenheit geraten, erleben Emmer und andere Urgetreide wie Dinkel, Einkorn oder Waldstaudenroggen ein Comeback und bereichern unsere Ernährung. Gebäcke und andere Speisen, die mit Emmer bzw. Urgetreiden zubereitet werden, kommen den Wünschen der Konsumenten nach mehr Nachhaltigkeit und Natürlichkeit nach. Denn durch den Anbau von Urgetreiden unterstützen Landwirte den Erhalt dieser Getreide und fördern so die Artenvielfalt.

  • Das Urgetreide Einkorn ist ebenso wie der Emmer ein Verwandter des Brotweizens.

 

Kennzeichen von Urgetreiden

  • Urformen unserer heutigen Kulturgetreidepflanzen
  • Durch zufällige Kreuzungen der Natur entstanden
  • Erster Anbau fand in der Jungsteinzeit stand
  • Ursprüngliches Anbaugebiet ist der fruchtige Halbmond
  • Ausbreitung der Urgetreide in weite Teile Europas
  • Geringerer Ertrag als bei modernen Getreiden wie Weizen oder Roggen
  • Erfüllen den Anspruch an eine ursprüngliche Ernährung
  • Geringere Backfähigkeit im Vergleich zu Weizen

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