Backverrückte Foodbloggerin Antonella über Emmer

Backverrückte Foodbloggerin Antonella über Emmer

Antonellas American Emmer Pancakes

Rosa ist ihre Lieblingsfarbe, ein eigenes Café ihr Traum, Schreiben ihr Hobby und Backen ihre Leidenschaft: Antonia Klocke, genannt Antonella, bloggt als eine der Jüngsten unter den Foodbloggern auf antonellasbackblog.de von ihrer Hamburger Homebase aus. Sie vermeldet eine ständig wachsende Fangemeinde, die sich Woche für Woche über ihre Rezepte freut. Auch ein Buch gehört zu ihren Leistungen als leidenschaftliche Foodbloggerin. Zusammen mit vier bloggenden Kollegen aus fünf verschiedenen Städten Deutschlands hat sie unter der Überschrift Cocktail Cakes, inspiriert von den Lieblings-Cocktails, wunderbar beschwipste Backrezepte für Kuchen, Torten, Cupcakes, Cake Pops und Desserts entwickelt; so stellt sie das gemeinsame Projekt auf ihrem Blog vor.

Für uns hat sie sich näher mit dem Urgetreide Emmer beschäftigt und einen internationalen Frühstücksklassiker, American Pancakes, statt mit Weizen mal mit Emmer getestet. Natürlich wollten wir von ihr wissen, ob und wenn welche Besonderheiten ihr bei der Verarbeitung von Emmer-Produkten aufgefallen sind, welche Tipps sie auf Lager hat und welche Rolle das Thema Urgetreide im Allgemeinen und Emmer im Besonderen bei ihren Lesern spielt. Sie hat uns verraten, dass für sie persönlich Emmer kein unbekanntes Getreide ist; ja, es schon seit längerer Zeit meist dann bei ihr zum Einsatz kommt, wenn sie sehr kräftige Kuchen backt.

Antonia Klocke bloggt auf antonellasbackblog.de.

Fotografin Franzi Schädel www.franzitrifftdieliebe.de

Antonella, wie bist du zum Thema Bloggen über Backen gekommen? War das ein längerer Prozess oder doch eine spontane Eingebung in einem Moment der Langeweile, wie du auf dem Blog geschrieben hast?

Tatsächlich war es eine spontane Eingebung in einem Moment der Langeweile; klingt lustig, wenn man den Blog mittlerweile sieht, aber es ist einfach so gekommen. Ich hatte noch Rezeptfotos auf dem Rechner, war dann auf Grund einer Krankheit ein paar Wochen daheim, wollte was machen und hatte dann bei anderen Foodblogs gesehen und dachte, man könnte das für Freunde doch mal ausprobieren und ein bisschen was schreiben. Das habe ich 2014 dann auch gemacht und, ganz schrecklich, eine Seite erstellt ohne Ahnung vom Bloggen, Fotografieren und Webdesign. Nur das Backen habe ich damals schon gerne gemacht.

Wie viel Zeit nimmt der Blog in deinem Leben ein? Und woher stammen die kreativen Ideen für deine Rezepte? Geht auch mal ein Rezept, ein Versuch daneben?

Also Rezepte gehen immer mal wieder daneben, aber sie machen auch noch dann viel Spaß, da ich viel auch daraus lernen kann. Mein Blog nimmt auch in meinem Leben viel Zeit ein, bestimmt 20 Stunden die Woche, wenn nicht sogar noch deutlich mehr, aber der Blog ist teilweise zum Beruf geworden und das ist das Schöne daran. Ideen kommen einfach so, aus Inspirationen von Kollegen oder Freunden.

Du hast gemeinsam mit anderen Foodbloggern ein Buch geschrieben. Wie sehr seid ihr Foodblogger vernetzt, wie gut kennt ‚man‘ sich in der Szene?

Wir sind als Blogger sehr gut vernetzt, sind ja nun mal alle im Social Media unterwegs und man liest auch viele Blogs von Kollegen mal mehr und mal weniger. Das macht alles viel Spaß und manchmal trifft man sich in Hamburg auch auf einen Kaffee oder ist teilweise über die Jahre einfach richtig gut befreundet.

Mohntaler-Rezept gefunden auf Antonellas Backblog

antonellasbackblog.de

Wie sehr spielt das Thema Urgetreide beziehungsweise Emmer bei deinen Lesern eine Rolle? Ist es nach wie vor ein Nischenprodukt in einer noch kleineren Nische? Sprich, auch für so backbegeisterte Leser wie deine gehören Emmermehle nicht zur Standardzutat in der Küche?

Ich glaube leider, dass Emmer noch unbekannter ist, als es sein sollte; also Nischenprodukt. Ich wurde aber schon öfters darauf angesprochen nach meinem Beitrag bei euch. Leider gehört Emmer einfach noch nicht zur Standardzutat in der Küche, aber ich warte auf den Moment, wo es neben Dinkel und Weizen steht und man das Mehl endlich überall bekommt; einfach weil es so viel hochwertiger in den Nährstoffen und -werten ist.

Wie genau würdest du den Geschmack von Emmer in den Backwaren oder den Kuchen beschreiben? Und mit welchen Zutaten harmoniert es deiner Meinung nach besonders gut? Du setzt es ja meist bei Rezepten mit Nüssen ein, oder?

Ich finde es nussig und sehr angenehm. Deswegen passt es sehr gut mit anderen Nüssen oder auch Früchten zusammen. Das macht dann so leckere und saftige Kombinationen.

Foodbloggerin Antonella backt Erdnuss-Schokoladen-Cupcakes für den Blog.

antonellasbackblog.de

Hast du einen „Geheimtipp“ zur Verarbeitung mit Emmer; was muss man deiner Meinung nach auf jeden Fall beachten?

Auf alle Fälle muss man bedenken, dass Emmer weniger Wasser binden kann und Teige oft eher fester und kompakter sind; also weniger Wasser verwenden. Und wenn man das Getreide frisch mahlt, sollte man es etwas stehen lassen, damit es etwas Feuchtigkeit verlieren kann, sonst wird es sehr matschig.

Und dann eine Frage, die dir sicher immer gestellt wird. Was ist dein persönlicher Lieblingskuchen?

Diese Frage höre ich so oft, aber die Antwort ist zum Glück mittlerweile sehr einfach – Schwarzwälder Kirschtorte. Schokolade, Kirschen, Mascarpone und Sahne! Super Kombination.

Lieben Dank für das Gespräch!

Wer jetzt Lust bekommen hat, mit Emmermehl zu backen, sollte sich unbedingt an Antonellas American Emmer Pancakes wagen.

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Emmer Urkorn